Ostermünchen–Innleiten

Mehr Kapazitäten nördlich von Rosenheim

Der Planungsabschnitt Ostermünchen–Innleiten befindet sich nördlich des Bahnknotens Rosenheim. Er erstreckt sich zwischen der Verknüpfungsstelle bei Ostermünchen und dem Nordportal des Tunnels Ringelfeld bei Innleiten. Die Neubaustrecke ist Teil der Umfahrung des dicht besiedelten Rosenheimer Stadtgebiets. Der Anschluss an den Fernverkehr bleibt erhalten.

Der Knoten Rosenheim ist für den Eisenbahnverkehr bedeutend. Im Bahnhof treffen fünf grenzüberschreitende und regionale Bahnstrecken aufeinander. Von Rosenheim gibt es Verbindungen nach München, Holzkirchen, Mühldorf, Salzburg und Kufstein. Über Verknüpfungsstellen wird der Knoten Rosenheim mit seinen Bahnstrecken an die Neubaustrecke angebunden.

Der Raum Rosenheim ist für seine schwierigen geologischen Verhältnisse bekannt. Der Seeton ist als Baugrund technisch besonders herausfordernd. Daher erfolgen frühzeitig geologische Untersuchungen.

Der Planungsabschnitt Ostermünchen–Innleiten ist rund 14 Kilometer lang. Er beginnt bei Ostermünchen, wo eine Verknüpfungsstelle entsteht. Hierfür werden die bestehende Strecke sowie der Bahnhof nach Westen verlegt. Die Verknüpfungsstelle Ostermünchen beinhaltet das bereits heute bestehende Überholgleis sowie die Bahnsteige für den neuen Bahnhof. In der Phase der Vorplanung untersucht das Planungsteam zudem eine alternative Ausbildung der Verknüpfungsstelle ohne Verlegung des Bahnhofs bzw. der Bestandsstrecke.

Zwischen Ostermünchen und Innleiten ist das Gelände sehr hügelig. Die Trasse verläuft auf rund 10 Kilometern in Einschnitten und auf Dämmen. Sie passiert unter anderem das Gemeindegebiet von Großkarolinenfeld und Schechen. Die Neubaustrecke überquert den Hammerbach sowie den Inn auf einer etwa 900 Meter langen Brücke. Direkt im Anschluss beginnt der 5,5 Kilometer lange Tunnel Ringelfeld.

Während der Vorplanung wird die bisherige technische Planung weiterentwickelt und detailliert. Dabei untersucht das Planungsteam unter anderem weitere lokale Varianten und Alternativen der Trassierung und für Bauwerke.

Dialog im Abschnitt Ostermünchen–Innleiten

Gemeinsam mit den Menschen in der Region entwickeln wir die Neubaustrecke. Die Beteiligung von Anfang an gewährleistet eine transparente Planung.

Bereits seit 2016 begleiteten verschiedene Foren die Trassensuche. Nachdem im April 2021 die Auswahltrasse gefunden wurde, tagt im Planungsabschnitt Ostermünchen–Innleiten ein neues Dialogforum. In diesem Gremium begleiten repräsentative Vertreter:innen aus allen Kommunen entlang der Neubaustrecke die Arbeit des Planungsteams. Die Protokolle aller Sitzungen sind in unserer Mediathek abrufbar.

Weitere Informationsformate schaffen maximale Transparenz für unsere Arbeit.

Dialog und Beteiligung

Aktueller Planungsstand

Der Weg für die neue Bahnstrecke zum Brenner im Inntal und im Raum Rosenheim ist gefunden. Von fünf möglichen Streckenführungen schneidet die „Variante Violett" mit rund 60 Prozent Tunnelanteil am besten ab. Dieses Ergebnis gaben die Deutsche Bahn und die Österreichischen Bundesbahnen am 13. April 2021 bekannt. Ausführliche Informationen erhalten Sie in unserer Meldung sowie auf unserer Sonderseite.

Im Herbst 2021 nahmen die technischen Planungsbüros ihre Arbeit auf. Nun beginnt die Vorplanung. In dieser Phase geht es darum, die bisherige technische Planung weiterzuentwickeln und zu detaillieren. Dabei werden unter anderem lokale Varianten und Alternativen der Trassierung und für Bauwerke untersucht. Gleichzeitig gehen entlang der künftigen Strecke die geologischen Erkundungen weiter.