Chancen & Ziele

1. Beitrag zum Klimaschutz

Die Bahn leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Eine Verlagerung des Straßenverkehrs auf die Schiene ist zwingend notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Beim Transport einer Tonne Waren verursacht ein LKW rund fünfmal so viel Treibhausgas-Emissionen wie ein Güterzug.

Voraussetzung für die Verlagerung sind ausreichende Kapazitäten. Mit dem Brenner-Nordzulauf entsteht ein modernes und leistungsfähiges Schienennetz. Das ist nötig, um die Bahn als klimafreundliche und wirtschaftliche Alternative zum Straßenverkehr zu etablieren.

2. Mehr Güter auf die Schiene

Der Warentransport über den Brenner wächst. Rund 2,5 Millionen LKW rollen jährlich auf der Brennerautobahn. Hintereinanderfahrend ist das eine Schlange, die sich einmal um den Äquator erstreckt.

Mit der Eröffnung des Brenner-Basistunnels ist von einem Anstieg im Schienengüterverkehr zu rechnen. Dafür braucht es mehr Kapazität auf den Zulaufstrecken. Der Brenner-Nordzulauf ist ein wesentlicher Baustein für die Verlagerung des Verkehrs. Neue Gleise machen die Schiene wettbewerbsfähiger. Gleichzeitig wird die Bahn leiser. Die meisten Güterzüge fahren künftig auf der neuen Strecke außerhalb der Ortschaften.

3. Kapazität für mehr Nahverkehr

Eine gute Anbindung an den Nahverkehr ist wichtig für Rosenheim und Umgebung. Über 70.000 Menschen im Landkreis pendeln jeden Tag zur Arbeit. Wichtige Verbindungen führen nach München, Kufstein und Salzburg. Auch die Wirtschaft und der Tourismus in der Region profitieren.

Der Brenner-Nordzulauf ist die Voraussetzung für mehr Nahverkehr. Mit der Neubaustrecke entlasten wir die bestehenden Gleise. Das schafft Platz für mehr Verbindungen und pünktliche Züge. Das Projekt ist zudem die Basis für einen internationalen Nahverkehr.

4. Neue Angebote im Fernverkehr

Eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur sorgt für kürzere Fahrzeiten. Das ermöglicht neue Angebote im Personenverkehr. Attraktive Verbindungen helfen, Reiseverkehr von der überlastete Brennerautobahn auf die Bahn zu verlagern. Schnelle Sprinter-Verbindungen vermeiden Geschäftsflüge zwischen Metropolen in Deutschland, Österreich und Italien.

Rund 20 Prozent der Züge auf der Neubaustrecke sollen schnelle Personenzüge sein. Gleichzeitig bleibt die Stadt Rosenheim an den Fernverkehr angebunden. Diese Ziele des Deutschlandtakts stärken die Region.

5. Pünktlichere Verbindungen zwischen München und Inntal

Mehr Kapazität macht den Schienenverkehr zuverlässiger. Die bestehende Strecke ist hoch ausgelastet. Züge fahren dicht hintereinander. Einzelne Verspätungen wirken sich auf den gesamten Verkehr aus.

Künftig ermöglichen Zeitreserven pünktlichere Züge auf der neuen und der bestehenden Strecke. Bei Wartungsarbeiten entsteht eine Ausweichmöglichkeit. Die Region bleibt auch bei Störungen zuverlässig angebunden.