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Brenner-Nordzulauf – Forsa-Umfrage zeigt mehrheitliche Akzeptanz in der Region

Erneut haben Deutsche Bahn und ÖBB die Bevölkerung zur Planung des Brenner-Nordzulaufs befragt.

(Rosenheim, 13.11.2019) Eine deutliche Mehrheit der Menschen befürwortet eine Bahn-Neubaustrecke. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der DB. Die Umfrage dient dazu, nach der ersten Befragung im vergangenen Jahr die Entwicklungen in der öffentlichen Meinung abzubilden. Die Bahn will daraus erkennen, auf welchen Kanälen die Bürgerinnen und Bürger bevorzugt Informationen wünschen.

Mehrheit der Bürger für eine Neubaustrecke

Nach wie vor spricht sich mit 59 Prozent die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für eine Neubaustrecke aus. Im Vorjahr war die Zustimmung größer, allerdings waren damals die Grobtrassenvarianten noch nicht bekannt. „Aus einem abstrakten Vorhaben ist ein konkretes Projekt geworden“, erklärt DB-Projektleiter Matthias Neumaier. „Die mehrheitlich positive Grundstimmung in Bezug auf das Planungsprojekt ist weiterhin eine Bestätigung.“ Auffallend ist erneut, dass im angrenzenden Tiroler Inntal die Zustimmungswerte höher sind. Mit der Trassenauswahl Ende 2020 wird nur noch ein Teil der Region von den Bahnplanungen betroffen sein.

Veränderung bei der Gestaltung der Gütertransporte im Inntal gewünscht

Das Projekt Brenner-Nordzulauf ist ein wichtiger Baustein hin zu umweltfreundlichem Verkehr über den Brenner. Dass die Bevölkerung einen Handlungsbedarf sieht, bestätigen auch die Umfragewerte. So wünschen sich 87 Prozent der Befragten eine Veränderung bei der Gestaltung der Gütertransporte im Inntal, 84 Prozent empfinden den LKW-Verkehr als Belastung. Die Verlagerung der Transporte auf die Schiene ist für 88 Prozent der Menschen in der Region überfällig.

Kommunikation auf dem richtigen Weg

Eine positive Entwicklung ist bei der Projektinformation zu erkennen. Die Zahl der Befragten, die sich mehr Informationen wünschen, sank auf 58 Prozent. Das sind elf Prozentpunkte weniger als bei der ersten Befragung. Matthias Neumaier: „Hier zeigen unsere Bemühungen des vergangenen Jahres Wirkung. Bei den Infoveranstaltungen in den Gemeinden haben wir viele Fragen klären können. Trotzdem wird deutlich, dass wir den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgen müssen.“ Hierzu sollen die Informationsmöglichkeiten weiter ausgebaut werden.

9 von 10 Befragten kennen das Planungsprojekt

Die Bekanntheit des Brenner-Nordzulaufs hat im Raum Rosenheim im vergangenen Jahr weiter zugenommen und beträgt nun 87 Prozent. Von besonderem Interesse ist für die meisten Befragten der zukünftige Trassenverlauf. Insgesamt 72 Prozent interessieren sich für den Verlauf der Neubaustrecke. Das sind fast zehn Prozentpunkte mehr als noch im vergangenen Jahr.

Meinungsbild ist ein Auftrag an die Planer

Fragt man die Menschen, welche Aspekte aus Ihrer Sicht bei der Trassenauswahl besonders wichtig sind, entscheiden sich die meisten für Lärmschutz, Naturschutz und den Schutz von Erholungsräumen. Hierfür gilt es bei den nächsten Planungsschritten möglichst gute Lösungen zu finden. Und natürlich bleiben eine Vielzahl weiterer Aspekte wie zum Beispiel der Schutz landwirtschaftlicher Flächen oder der Wasserhaushalt im Fokus der Planer.

Bestandsstrecke aus Sicht der Befragten nicht ausreichend

In der Umfrage wurde auch explizit nach der Meinung zur Bestandsstrecke mit ihren vielen Ortsdurchfahrten gefragt. Nur 37 Prozent der Befragten stimmen dabei der These zu, für die Verlagerung von mehr Gütertransport von der Straße auf die Schiene würde die bestehende Eisenbahnstrecke ausreichen. Eine Mehrheit von 54 Prozent lehnt diese These ab.

Repräsentative Umfrage

Für die repräsentative Umfrage wurden im September und Oktober insgesamt 1502 Personen im gesamten Planungsraum befragt. Forsa ist als renommiertes Meinungsforschungsinstitut bundesweit bekannt. Für die telefonische Befragung wurden Stichproben gezogen, um alle Bevölkerungsgruppen korrekt abzubilden

» Alle Ergebnisse finden Sie hier

 

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