Grafing–Ostermünchen: Stresstest bestätigt Vorteile der Auswahltrasse „Limone“

Die Variante „Limone“ bleibt die Auswahltrasse im Abschnitt Grafing–Ostermünchen des Bahnprojekts Brenner-Nordzulauf. So lautet das Fazit einer ergebnisoffenen Überprüfung der Trassenauswahl. Im Juli 2022 hatte die DB die Auswahltrasse „Limone“ im Projektabschnitt Grafing-Ostermünchen vorgestellt. Die geplante zweigleisige, rund 15 Kilometer lange Neubaustrecke schnitt unter den fünf untersuchten Grobtrassen anhand eines objektiven Kriterienkatalogs als beste Streckenführung ab. Dieses Ergebnis stieß in der Region vielfach auf Ablehnung.

Die DB hatte daraufhin eine ergebnisoffene Überprüfung der fachlichen Bewertung zugesagt. Das Ergebnis liegt nun vor und bestätigt die Vorteile der Trasse „Limone“. Die DB hat die Vertreter:innen der Region sowie die politischen Mandatsträger:innen des Landes, Bundes und der europäischen Ebene dazu informiert.

Stresstest für Lärm und Erschütterung betrachtet Neubau- und Bestandsstrecke

Aus Sicht der Sachverständigen und Gutachter wurden alle Kritikpunkte widerlegt. Mit einem Stresstest hat die DB auch das Gesamtsystem aus Neubau- und Bestandsstrecke im Hinblick auf Lärm und Erschütterungen betrachtet. Diese Herangehensweise war eine wesentliche Forderung von Kritikern. Im Ergebnis bleibt jedoch auch hier die Variante „Limone“ an erster Stelle.

„Das Ergebnis der Überprüfung ist eindeutig. Die angesetzte Bewertungsmethode für das Trassenauswahlverfahren ist korrekt. Der Stresstest hat auch gezeigt, dass das Ergebnis selbst bei Anwendung der von Kritikern vorgebrachten Systematik stabil bleibt“, erklärt Matthias Neumaier, DB-Gesamtprojektleiter. „Limone“ bleibt die Variante mit den meisten Nutzenpunkten und dem besten Kosten-Wirksamkeits-Verhältnis.

Die Neubaustrecke „Limone“ entlastet die Menschen an der Bestandsstrecke von lautem Güterverkehr. „Die Umfahrungsstrecke nimmt künftig den allermeisten Güterverkehr auf. Das heißt: Entlang der Bestandsstrecke wird es künftig deutlich leiser,” so Neumaier. Von heute 146 Güterzügen auf der bestehenden Strecke werden künftig nur noch 28 am Tag verbleiben.

Insgesamt zeigen die Prüfergebnisse, dass die entsprechenden Teilkriterien im Trassenauswahlverfahren korrekt bewertet wurden und die unterstellten Fehler nicht zutreffen. Die ausführliche Stellungnahme der DB auf alle Kritikpunkte finden kann im Downloadbereich unter dieser Meldung eingesehen und heruntergeladen werden.

Das Trassenauswahlverfahren für den Abschnitt Grafing–Ostermünchen ist damit abgeschlossen. Das Ergebnis wird aus Sicht der DB sowohl im späteren Planfeststellungsverfahren als auch einer juristischen Überprüfung standhalten.

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