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Raumordnung abgeschlossen: Vier von fünf Trassen sind raumverträglich

Ein wichtiger Schritt nach vorne ist gemacht: Am heutigen Donnerstag stellte die Regierung von Oberbayern bei einer Pressekonferenz das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens vor. Nun steht fest: vier von fünf Trassen sind aus Sicht der Behörde raumverträglich. Damit ist ein wichtiger Meilenstein zur Findung einer neuen Bahnstrecke zwischen Kiefersfelden und Tuntenhausen im Landkreis Rosenheim erreicht. „Das Ergebnis zeigt: Wir planen in die richtige Richtung“, kommentiert DB- Gesamtprojektleiter Matthias Neumaier. „Jetzt richten wir den Blick auf die Trassenauswahl. Wir möchten nun zügig die insgesamt beste Trasse finden.“

Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens fließen in Planung ein

In einigen Bereichen führt die Raumordnungsbehörde Hinweise und Maßgaben an. Dazu gehören unter anderem die Prüfung weiterer Tunnelanteile, Hinweise zum Schallschutz sowie eine möglichst flächensparende Gestaltung der Strecke. Ein Vergleich der Trassenvarianten untereinander erfolgte im Rahmen des Raumordnungsverfahrens nicht. Jede Variante wurde gesondert betrachtet. Eine Vorzugstrasse hat die Behörde nicht ermittelt. Die Deutsche Bahn wird die Maßgaben auswerten und in der weiteren Planung berücksichtigen. Die Raumordnung findet damit Eingang in das Trassenauswahlverfahren.

Behörde bewertet Variante Blau als nicht raumverträglich

Die Varianten Türkis, Gelb, Oliv und Violett sind nach dem Ergebnis des Verfahrens raumverträglich. Die Variante Blau, die östlich des Inns lange Zeit oberirisch verlaufen würde, wurde als einzige Trasse durch die Behörde als nicht raumverträglich eingestuft. Als Gründe wurden unter anderem die Beeinträchtigung von Siedlungsgebieten, Eingriffe in Natur und Landschaft und eine Zerschneidung von Erholungsräumen angeführt. „Es ist klar, dass Variante Blau vergleichsweise große Auswirkungen hat. Das war in den Dialogforen und vielen Gesprächen ein wichtiges Thema“, erklärt Matthias Neumaier. „Zu einer ergebnisoffenen Planung gehört es, alle Möglichkeiten zu betrachten. Das vorliegende Ergebnis werden wir nun auswerten. Es bringt unsere Planung insgesamt voran.“

Trassenauswahl im Frühjahr

Das Trassenauswahlverfahren im Inntal und rund um Rosenheim soll im Frühjahr abgeschlossen sein. Bis dahin arbeiten die Planer mit Hochdruck an der fachlichen Planung und Beurteilung der Varianten. Hierbei wird ein gemeinsam mit den Menschen in der Region erarbeiteter Kriterienkatalog berücksichtigt. Ein unabhängiges Expertenteam begleitet diese Bewertung. Das Ergebnis wird die beste und eine für die Region verträgliche Trasse sein.

„Wir biegen auf die Zielgerade des Trassenauswahlverfahrens ein. Noch in diesem Frühjahr wollen wir die Vorschlagstrasse präsentieren. Damit schaffen wir Klarheit in der Region“, sagt Matthias Neumaier.

Die Landesplanerische Beurteilung als Ergebnis des Raumordnungsverfahrens ist auf der Website der Regierung von Oberbayern (externer Link) abrufbar.
 

Video: Statement von Klaus-Dieter Josel

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